DIE BERATUNG

Bei der Beratung legt RESOLVENT sehr viel Wert auf die nachhaltige Solvenz der Klienten. Dabei orientieren wir uns an Ihnen als Kunden, hören Ihnen zu und nehmen Ihre Anliegen ernst.

Die Erstberatung dient dazu, dass Sie uns kennenlernen und wir einen Einblick in Ihre Situation erhalten. Sie erhalten von uns eine Einschätzung Ihrer Situation sowie erste Lösungsansätze. Erst danach entscheiden Sie darüber, ob Sie uns beauftragen wollen.

Der weitere Ablauf:

1. Maßnahmen vor der Insolvenz

Ist die Entscheidung zu einem Insolvenzverfahren getroffen, sind eine Vielzahl von wichtigen Details zu beachten. Häufig unterliegt der Schuldner dem fatalen Irrtum, dass es reicht, einen Antrag auf Eröffnung des Insolvenzverfahrens zu stellen, und der Insolvenzverwalter wird als eine “Art Berater” schon für den Rest sorgen.
Wer so das Insolvenzverfahren angeht, wird zügig auf den Boden der Tatsachen zurückgeholt. Die Aufgabe des Insolvenzverwalters ist im Prinzip in einen Satz zu erklären: “Soviel Geld für die Insolvenmasse reinzuholen wie möglich.” Dies führt nicht selten dazu, dass die Pläne des Schuldners konträr zu den Plänen des Verwalters laufen.

Eine Insolvenz sollte daher gut vorbereitet und der Antrag auf Eröffnung des Verfahrens professionell formuliert sein. Ein fachgerechter Antrag beantwortet die wichtigsten Fragen und verhindert ein zeitraubendes Nachfragen seitens des Gerichts bzw. des Verwalters.

Besondere Gefahren für Verantwortliche juristischer Personen.
Nahezu sämtliche Insolvenzakten juristischer Personen werden vom Insolvenzrichter zur obligatorischen Prüfung eines Anfangsverdachts an die Staatsanwaltschaft weitergegeben. Die Zeit vor einen notwendigen Insolvenzantrag gleicht für Geschäftsführer und Vorstände dem Spaziergang in einem Minenfeld. Schon die häufig gut gemeinten Lohnzahlungen an die Mitarbeiter ohne zugleich die Sozialversicherungen dafür zu leisten, zieht nahezu in allen Fällen ein Strafverfahren nach sich.
Es ist daher unabdingbar im Vorfeld einer Insolvenz, über mögliche strafbare Handlung informiert zu sein und ggf. gegenzusteuern.

2. Während der Insolvenz

 

Kein Unternehmer stellt einen Insolvenzantrag, ohne damit ein Ziel zu verfolgen. Sei es die Befreiung von den Verbindlichkeiten mittels des Restschuldbefreiungsverfahren, die Sanierung des Unternehmens mit Hilfe eines Insolvenzplans oder aber auch die Weiterführung des Unternehmens innerhalb des Insolvenzverfahrens.

Die Ziele des Insolventen laufen nahezu immer konträr zu den Zielen seiner Gläubiger. Daher ist es nur wenig verwunderlich, dass sich Versagungsanträge auf Erteilung der Restschuldbefreiung oder auch Anmeldungen von Forderungen aus unerlaubter Handlung der Gläubiger mehren.

Der Schuldner steht dem ungeschützt gegenüber, denn der weitverbreitete Irrtum, der Insolvenzverwalter wird dies schon richten, wird dem Schuldner erst im Laufe eines Verfahrens bewusst. Dieses führt dazu, dass Fehler gemacht wurden, die nur schwer oder gar nicht behoben werden können.

Insbesondere die Weiterführung eines Einzelunternehmens innerhalb der Insolvenz, sorgt regelmäßig für Vewirrung und stellt den Schuldner vor unüberwindbaren Problemen. Er weiß sich nicht gegen unberechtigte Forderungen des Insolvenzverwalters zu wehren, wie auch, meist kennt er seine Rechte und Pflichten nicht.

Ein weiteres Problem stellt der Neustart des Unternehmens an sich dar.

Wie schafft man es die Lieferanten wieder zu überzeugen ?
Wo erhalte ich ein neues Konto ?
Wie führe ich das Unternehmen zukünftig, damit ich nicht wieder in diese Situation gerate ?

Dies ist nur eine kleine Auswahl von Fragen, mit der sich ein Restarter beschäftigen muss, natürlich neben dem laufendem Tagesgeschäft.

Die Beratung von RESOLVENT zielt darauf hinaus, dem Unternehmer Freiräume zu schaffen, um seiner Tätigkeit nachzugehen. Niemanden nutzt eine Insolvenz, wenn es unmöglich gemacht wird, eine neue Existenz aufzubauen oder die bestehende erfolgreich zu sanieren.

3. Nach der Insolvenz

Juristische Personen (GmbH, AG…) werden, sofern keine Sanierung über einen Insolvenzplan erfolgt, mit Aufhebung des Insolvenzverfahrens i.d.R. gelöscht. Für Gesellschafter und Geschäftsführer kann es aber unter Umständen, zum Beispiel aufgrund von Bürgschaften, zu persönlichen Haftung kommen. Sollte dieses schon absehbar sein, empfiehlt sich schon vor Insolvenzantragstellung für die juristische Personen, einen Plan zu erstellen, wie mit dieser Situation umgegangen werden soll.

Bei natürlichen Personen schließt sich im Anschluss an das Insolvenzverfahren häufig die so genannte Wohlverhaltensphase an, um in den Genuss der Restschuldbefreiung zu kommen.

Auch wenn die Obliegenheiten des Schuldners in der Wohlverhaltensphase auf den ersten Blick als einfach einzuhalten erscheinen, bergen sie doch Gefahren. Insbesondere die Obliegenheit eines Selbständigen soviel an den Treuhänder zu zahlen, als sei er angestellt tätig, führt immer wieder zu Komplikationen.

Aktuell mehren sich die Anträge durch Gläubiger auf Versagung der Restschuldbefreiung. Es ist zu erwarten, dass zukünftig die Anzahl der Anträge weiter zunehmen werden.

Im Falle eines Versagungsantrages eines Gläubigers, muss der Schuldner innerhalb kürzester Zeit reagieren. Hier bedarf es einer fachgerecht ausgearbeiteten Erwiderung, ansonsten droht tatsächlich die Versagung der Restschuldbefreiung.